Kann man sich im Labyrinth wirklich verlaufen?
Bei seiner Ankunft erhält jeder Besucher einen Plan des Labyrinthes, um ihm dabei zu helfen, sich zu orientieren. Falls nötig, hilft Ihnen das Personal des Parks und die Figuren der Geschichte dabei, den richtigen Weg zu finden. Höher gelegene Aussichtsposten erlauben es Ihnen ebenfalls, das Labyrinth zu überschauen und sich zu orientieren. Dank der Hauptgänge ist es aber eigentlich recht leicht, jederzeit wieder nach draußen zu finden.
Also keine Panik: Wer sich im Labyrinth tatsächlich verirrt, der tut dies nur aus purem Vergnügen!
Wie wird das Labyrinth eigentlich hergestellt?
Im Gegensatz zu dem, was viele Besucher glauben, ist das Labyrinth kein komplettes Maisfeld, in dem die Pflanzen abgeschnitten werden, um die Wege anzulegen. Für einen ästhetischeren visuellen Effekt wird eine besondere Technik angewandt. Tatsächlich entsteht das Labyrinth zuallererst im Kopf des Architekten, Yves Pinon. Ab den ersten Sonnenstrahlen im Monat Mai sind mehrere Landvermesser und ein ganzes Team von Leuten damit beschäftigt, den zukünftigen Verlauf des Labyrinthes mit Kalk auf den Boden zu zeichnen. Danach pflanzt der Landwirt, die Familie Noirhomme, die Maiskörner entsprechend dem vorgesehenen Verlauf des Labyrinthes. Der größte Teil wird mechanisch gepflanzt, dann werden noch rund 10.000 Maiskörner per Hand hinzugefügt. Nun bleibt nur noch abzuwarten, dass der Mais wächst. Wenn die Pflanzen aus dem Boden kommen, wird die Zeichnung noch verfeinert. Per Hand werden erneut die Unregelmäßigkeiten ausgebessert, Pflanze für Pflanze. Eine langatmige Arbeit also. Aber ein umso spektakuläreres Resultat!
Wie viele Pflanzen auf welcher Fläche?
Rund 900.000 Maiskörner werden gepflanzt, um diese gigantische, durch unseren Architekten ausgetüftelte Zeichnung zu erstellen. Damit erhält man ein Labyrinth von insgesamt +/- 8 ha Fläche. Um sich ein genaueres Bild von diesen Ausmaßen zu machen: Dies entspricht der Fläche von circa 13 Fußballplätzen. Ein wahrhaft gigantisches Labyrinth!
Welche Tipps sollte man für einen erfolgreichen Aufenthalt beachten?
- Bei starkem Sonnenschein sollten Sie Ihre Hüte, Kappen und Sonnencreme auf keinen Fall vergessen. Schattige Stellen sind innerhalb des Labyrinthes eher selten.
- Labyrinthe aus Pflanzen sind sehr empfindlich. Bleiben Sie daher immer auf den Pfaden und versuchen Sie nicht, die Maisanpflanzungen zu durchqueren: Suchen Sie gut, der richtige Weg ist nie sehr weit! Denken Sie auch an die Besucher, die nach Ihnen kommen und lassen Sie die Maispflanzen unversehrt.
- Bewahren Sie Ihre Abfälle in einer Tüte auf und warten Sie, bis Sie einen Mülleimer antreffen um Ihre Abfälle wegzuwerfen. Das Gelände ist vollkommen naturbelassen und muss dauerhaft sauber und angenehm bleiben.
- Leider sind Tiere auf dem Gelände nicht zugelassen.
Was passiert mit dem Mais wenn das Labyrinth schließt?
Am Ende der Saison wird der Mais geerntet, so wie auf jeder anderen Ackerfläche auch. Er wird an das Vieh in der Gegend rund um Barvaux verfüttert. Rund 70% der Fläche werden so wie gewohnt angebaut, nur die Art und Weise der Anpflanzung ist anders. Die Ernte findet Anfang Oktober statt. Es werden mehrere Dutzend Tonnen Futter für die Vieh im Winter geerntet.
Ist das Labyrinth ökologisch?
Das Gelände des Labyrinthes ist in erster Linie ein im fantastischen Ourthe-Tal gelegenes Maisfeld. Uns liegt einiges daran, dieses natürliche Umfeld zu bewahren. Wir legen auch großes Augenmerk auf den Schutz des Bodens, insbesondere bei der Auswahl der Düngemittel, um die Umwelt zu schonen und damit das Gelände seine landwirtschaftlichen Qualitäten beibehält.
